März & Kaffeetassen-Weisheiten

English below!

Seit meinem letzten Update ist dieses Mal nicht so viel Zeit vergangen – um genau zu sein, waren es eine Entlastungswoche, drei Belastungswochen und wieder eine Entlastungswoche für mich! Macht fünf Wochen, gar nicht schlecht für meine Verhältnisse:)

Ich bin sehr wahrscheinlich nicht die einzige Leistungssportlerin, der Entlastungswochen häufig schwer fallen.
Auf der einen Seite braucht der Körper die Erholung um die Trainingsreize zu verarbeiten und auch dem Kopf tut es gut, mal nicht von Training zu Training zu denken.
Auf der anderen Seite kommt man aus dem Flow und ich muss besser planen, damit ich nicht zwei Stunden trainiere und den Rest des Tages irgendwie verlebe. Aber dazu gleich mehr!

Ich wohne nun schon seit anderthalb Jahren in Freiburg. Irgendwie kommt es mir schon länger vor, vor allem ist aber der Gedanke komisch, dass ein Großteil dieser Zeit durch die Pandemie bestimmt war und ist.
Letztens habe ich darüber nachgedacht, was ich eigentlich gelernt habe in dieser Zeit. Ich beziehe mich hier nicht auf Wissen aus dem Studium oder so, sondern viel mehr auf Lebensweisheiten. Genau: die, die man auf kitschigen Kaffeetassen findet! Ich denke viele junge Menschen, die langsam selbstständig werden, machen ähnliche Erfahrungen – und hier sind meine:

Routinen!

Direkt nach dem Abitur musste ich erst einmal lernen, Routinen zu schaffen. Durch die Schule hatte ich einen festen Tagesablauf und als ich noch bei meiner Familie gewohnt habe, wurden mir Wäsche waschen, putzen und kochen auch größtenteils abgenommen. Als Leistungssportlerin in Freiburg sind mir meine Trainingszeiten auch vorgegeben, den Rest – Studium, Haushalt und Hobbies – muss ich natürlich selber organisieren. Daher habe ich mir feste Tagesabläufe geschaffen und plane meinen Tag meist schon am Vorabend um eine feste Struktur zu haben.

Wessen Meinung und Kritik ist mir wichtig?

Ich bin eigentlich immer jemand gewesen, die anderen gefallen möchte und es möglichst vielen recht machen möchte.
Deshalb nehme ich mir oft zu Herzen, wenn ich Ratschläge und Kritik von einer außenstehenden Person erhalte. Das ist auch gut so, ich muss mir nur genau überlegen, wessen Meinung mir wichtig ist, und wessen Meinung für mich irrelevant ist, weil sie nicht geäußert wurde um mir zu helfen.

An sich selbst glauben.

Wenn ich selber nicht glaube, dass ich meine Ziele erreichen kann – wie sollen es dann andere? Um den intensiven Trainingsalltag und auch mal Rückschläge durchzustehen, bin ich der Meinung, dass man selber sein größter Fan sein muss.

Neben dem Leistungssport Beschäftigungen haben.

Ich habe durch die Schulzeit hinweg und danach herausgefunden, dass ich nicht glücklich bin, wenn ich mich ausschließlich über den Sport definiere. Denn dann ist man nur glücklich, wenn es im Sport läuft und niedergeschlagen, wenn man Niederlagen einstecken muss. Daher versuche ich auch immer noch meinen Hobbies nachzukommen und genug Zeit für die Uni einzuplanen. Da ich mein Studium des Kommunikationsdesign von meinen Interessen abgeleitet habe, trifft sich das ganz gut;)

Dinge ansprechen und ändern können.

Ich bin eine Person, die Konflikten grundsätzlich aus dem Weg geht. Und ich denke auch, dass sich daran größtenteils nichts ändern wird. Aber trotzdem ist es für mich immer wichtiger geworden, Dinge anzusprechen wenn sie mich stören, denn nur so kann ich mich verbessern.

Übrigens: am Wochenende habe ich die Möglichkeit genutzt, beim Swim&Run in Darmstadt an den Start zu gehen. Ehrlich gesagt entsprach das Ergebnis nicht meinen Erwartungen, aber das ist auch in Ordnung. Ich bin auf jeden Fall sehr glücklich schon mal ein paar Wettkampfkilometer in den Beinen zu haben.

Außerdem ist vor Kurzem eine neue Ausgabe der BWTV-Jahresbroschüre erschienen in der ich einige Fragen beantworten durfte.

Bis zum nächsten Mal!


March & coffee mug wisdom

Not so much time has passed since my last update this time – to be exact, it was one easy week, a three week block of training and another easy week for me! Makes five weeks, not bad at all by my standards:)

I’m probably not the only competitive athlete who finds it difficult to deal with easy weeks.
On the one hand, the body needs the rest to process the training input and it’s also good for the mind not to think from workout to workout.
On the other hand, you get out of flow and I need to plan better so I don’t train for two hours and spend the rest of the day kind of wasting away. But more about that in a moment!

I’ve been living in Freiburg for a year and a half now. Somehow it seems longer to me, but above all it is strange to think that a large part of this time was and is determined by the pandemic.
The other day I was thinking about what I actually learned during this time. I’m not referring to knowledge from studies or anything, but much more to life lessons. Exactly: the ones you find on kitschy coffee cups! I think many young people who are slowly becoming independent have similar experiences – and here are mine:

Routines!

Right after graduating from high school, I first had to learn to establish routines. School gave me a set daily routine, and when I was still living with my family, laundry, cleaning and cooking were mostly taken off my hands. As a competitive athlete in Freiburg, my training times are also set for me, but the rest – studies, household and hobbies – I have to organize myself, of course. That’s why I’ve created fixed daily routines for myself and usually plan my day the night before to have a fixed structure.

Whose opinion and criticism is important to me?

I have really always been someone who wants to please others and please as many as possible.
That’s why I often take to heart when I receive advice and criticism from an outside person. That’s fine with me, I just have to think carefully about whose opinion is important to me and whose opinion is irrelevant to me because it wasn’t voiced to help me.

Believe in yourself.

If I myself don’t believe that I can achieve my goals – how can others? In order to get through the intense training days and also sometimes setbacks, I believe that you have to be your own biggest fan.

Have activities in addition to competitive sports.

Through my school years and afterwards, I found out that I’m not happy if I define myself exclusively by sports. Because then you’re only happy when things are going well in the sport and downhearted when you have to accept defeats. That’s why I still try to pursue my hobbies and schedule enough time for university. Since I have based) my study of communication design on my interests, that meets quite well;)

Being able to address and change things.

I am a person who basically avoids conflicts. And I also think that, for the most part, this will not change. But nevertheless, it has become increasingly important for me to address things when they bother me, because that’s the only way I can improve.

By the way: last weekend I took the opportunity to race the Swim&Run in Darmstadt. To be honest, the result didn’t meet my expectations, but that’s okay. In any case, I’m very happy to have some race kilometers in my legs already.

In addition, a new edition of the BWTV annual brochure has recently been published in which I was invited to answer some questions.

See you next time!

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