Was im Moment so los ist // What’s going on right now

English below!

Hi! Mein letzter Beitrag auf dieser Website liegt in der Tat schon eine ganze Weile zurück. Um genau zu sein, war mein letzter Beitrag kurz nach dem Trainingslager auf Mallorca. Dies liegt nun schon über zwei Monate zurück, nach normaler Planung wäre zum jetzigen Zeitpunkt das Ostertrainingslager bereits Geschichte und das Pfingsttrainingslager stände kurz bevor.

Aber da hat uns eine globale Pandemie wohl einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und nein, dieser Post soll nicht darin ausarten, dass ich mich darüber auslasse, wie schwierig die Situation für mich ist. Das möchte nun wirklich niemand hören, außerdem geht es mir gerade eigentlich ziemlich gut.
Meiner Meinung nach ist es ok, enttäuscht, und auch ein wenig demotiviert zu sein, nach dem mehr oder weniger die komplette Wettkampfsaison abgesagt wurde. Im Moment hoffen wir alle ja auf Wettkämpfe gegen Ende des Sommers, ich mache mir aber erst mal nicht allzu viele Hoffnungen. Es gibt jedoch nichts, was ich gerade mehr vermisse als Wettkämpfe.

Die aller wenigsten Menschen haben sich bisher in einer solchen Situation wiedergefunden, daher möchte ich hier teilen, wie ich damit umgehe.
Die ersten Wochen fiel es mir sehr schwer, die Motivation aufrecht zu erhalten. Da mein Fokus sehr auf die geplanten Wettkämpfe gerichtet war, hatte ich auf einmal das Gefühl, dass mir der Grund zum Trainieren weg genommen wurde. Das ist natürlich nicht wahr. Aber ich habe eben eine Weile gebraucht, um gute Gründe zu finden. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, dem es ähnlich ging oder geht und dem es hilft, nicht allein zu sein.
Und vor allem dürfen wir nicht vergessen (oft gesagt – trotzdem wahr): es gibt noch andere Dinge im Leben neben dem Triathlon. Und manchmal tut es gut, ihnen ein wenig mehr Platz einzuräumen als sonst.

Gleichzeitig hat mich die Situation in die Lage gebracht, dass ich mich tatsächlich mit meiner Zukunft auseinander setzen musste. So hat mir die Krise in diesem Sinne sogar geholfen.
Mir ist klar geworden, dass Leistungssport genau das ist, was ich in den nächsten Jahren machen möchte. Im Triathlon besteht ein Großteil der Zeit (im Moment die ganze Zeit) daraus, zu trainieren für die wenigen Momente des Wettkampfes. Und mir ist in den vergangenen Monaten klar geworden, dass ich genau dafür brenne.
Als ich im September nach Freiburg zog, war mein Alltag auf einmal ganz neu geordnet. Solange ich noch bei meinen Eltern wohnte, stand die Schule und mein Abschluss im Fokus, in Freiburg wurde Triathlon zum Dreh- und Angelpunkt meines Lebens. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich und ich habe eine Weile gebraucht, mich daran zu gewöhnen. Und ich kann nun mit Überzeugung sagen, dass dies genau das ist, was ich machen möchte. Triathlon steht für mich deshalb an erster Stelle.
Als erste größere Konsequenz habe ich ein Fernstudium begonnen. Mein Studiengang heißt Kommunikationsdesign und bereitet auf die Arbeit in der Werbebranche vor, beispielsweise als Illustratorin. Diesen Studiengang gibt es zwar in Freiburg, jedoch hat mich die Flexibilität einer Fernuniversität überzeugt.
 Meine Familie und Freunde wissen, dass mein Herz für alles Kreative schlägt, vor allem Malen und Zeichnen. Bis jetzt gefällt mir dieser Studiengang sehr gut und ich bin happy mit meiner Wahl. Aber die erste Klausur steht auch noch aus…

Noch eine kleine Inspiration gefällig, was man im Moment (und NUR JETZT;) machen kann?
In der vergangenen Woche haben meine Mitbewohnerin und ich uns ein paar Challenges gestellt:
Für eine Woche haben wir unsere Handys ausgestellt und waren im Prinzip nur per Mail erreichbar. Zusätzlich haben wir uns vegan ernährt, einfach aus Interesse wie das so ist. Ich persönlich bewundere Menschen, die das durchziehen. In einer Öko-Stadt wie Freiburg sind die Optionen endlos, aber das ist natürlich nicht überall so. Und auf Käse und Vollmilchschokolade kann ich noch nicht verzichten…
Zusätzlich sind wir jeden Morgen um fünf Uhr aufgestanden um den Schlafrhythmus wieder ein bisschen einzurenken. Und ja, wir haben jeden Morgen Yoga gemacht. Nennt uns Ökos, aber neun Monate Freiburg hinterlassen halt Spuren;) Außerdem wache ich jetzt automatisch um sechs Uhr auf – hat auch was.
Ich sehe schon, das artet hier in einen Lifestyle Blog aus… Aber nur solange Corona aktuell ist (also hoffentlich nicht mehr lang) – versprochen!

post working out 😛

Ich hoffe, dieser Einblick in mein Leben und meine Gedanken war interessant – es würde mich freuen, wenn es dir gefallen hat!

Liebe Grüße
Katharina

PS: Die Deutsche Triathlon Union stellt im Moment die Nachwuchskaderathleten vor und hat in diesem Zuge ein Interview mit mir geführt. Falls Dich meine Anfänge im Sport und mein bisheriger Werdegang interessieren – HIER ist der Link!:)


Hi! My last post on this website was actually quite a while ago. To be exact, my last post was shortly after the training camp on Mallorca. This is now more than two months ago, according to normal planning the Easter training camp would be history at this point and the Whitsun training camp would be just around the corner.

But than a global pandemic came around the corner and destroyed the plans. And no, this post is not going to be about me letting off steam about how difficult the situation is for me. Nobody really wants to hear that, and besides, I’m actually feeling pretty good right now. In my opinion, it’s okay to be disappointed and also a little bit demotivated after more or less the whole race season was cancelled. At the moment we all hope for competitions towards the end of the summer, but I don’t have too many hopes for the time being. But there is nothing I miss more than competitions.

Very few people have found themselves in this kind of situation, so I would like to share here how I deal with it. Since my focus was very much on the planned races, I suddenly had the feeling that the reason for training was taken away from me. That is of course not true. But it just took me a while to find good reasons. Maybe there are some people who had a similar experience and it helps them not to be alone, and above all we must not forget (often said – but true): there are other things in life besides triathlon. And sometimes it’s good to give them a little more space than usual.

At the same time the situation put me in the position that I actually had to deal with my future. In this sense, the crisis has even helped me.
I realized that competitive sport is exactly what I want to do in the coming years. In triathlon a large part of the time (all the time at the moment) consists of training for the few moments of competition. And in the past months I have realized that this is exactly what I am burning for.
When I moved to Freiburg in September, my everyday life was suddenly completely rearranged. As long as I still lived with my parents, school and my graduation were the focus of my life. In Freiburg, triathlon became the center of my life. This was a completely new experience for me and it took me a while to get used to it. And I can now say with confidence that this is exactly what I want to do. Triathlon is therefore my first priority.
As a first major consequence I have started a distance study. My degree course is called Communication Design and prepares me for work in the advertising industry, for example as an illustrator. This course of studies is available in Freiburg, but I was convinced by the flexibility of a distance learning university.
My family and friends know that my heart beats for everything creative, especially painting and drawing. So far I like this course of studies very much and I am happy with my choice. But the first exam is still to come…

Want some inspiration about what you can do at the moment (and NOW ONLY ;)?
In the past week my roommate and I have faced a few challenges:
For one week we turned off our cell phones and were basically only reachable by email. In addition, we ate a vegan diet, just out of interest in what it’s like. I personally admire people who go through this. In an eco-city like Freiburg the options are endless, but of course that’s not the case everywhere. And I still can’t do without cheese and milk chocolate…
In addition, we got up at five o’clock every morning to adjust our sleep rhythm a little bit. And yes, we did yoga every morning. Call us ecos, but nine months in Freiburg just leave traces;) Besides, I automatically wake up at six o’clock now – that’s something.
I can see that this is turning into a lifestyle blog… But only as long as Corona is up to date (so hopefully not for long) – promised!

I hope this insight into my life and my thoughts was interesting!

post working out 😛

xx
Katharina

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